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Dienstag, 11. Juni 2013

Radtour / Kleine Uckermarkschleife

Aus meinem Reisetagebuch

11.06.2013:
Von Bernau nach Norden, auf dem Berlin-Usedom-Radweg. Schon 100mal gefahren aber immer wieder schön, wie sich der Radweg zwischen Ladeburg und Biesenthal durch die Wälder und Senken des Lobetal schlängelt. In Eichenhorst dann Fischbrötchen, weil eine Pause gerade willkommen war. An der Fischerei Werbellinsee in Elsenau oben am See wäre es besser gewesen. Dann weiter, der hügelige Verlauf des Radweges  verschaffte uns ein kleines Bergtraining, dann war bald Joachimsthal erreicht. Nach zwei schnellen Skizzen der schönen Schinkelkirche von 1817, bei Milchkaffee und Kuchen, suchten wir uns Quartier.

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Schinkelkirche Joachimsthal

12.06.2013:
Gestärkt durch ein gutes Frühstück ging es auf die heutige Etappe. Linksseitig am Grimnitzsee entlang, über Parlow, Wolletz, Görsdorf und Steinhöfel führt der Radweg durch bewaldete Senken, entlang an kleinen Seen und Fischteichen, überwindet immer wieder einmal einen kleinen Hügel, bis man die Schorfheide hinter sich lässt. Nun ändert sich die Landschaft, der Wald öffnet sich und gibt den Blick frei auf ausgedehntes hügeliges Ackerland. Mohn- und Kornblumen leuchten rot und blau in der Sonne. Bei Suckow war der Oberuckersee erreicht. Nach einem Anstieg lag uns eine wunderschöne Aussicht zu Füssen, die ich in einem kleinen Aquarell festhielt, während sich kleine fiese Fliegen beißend auf mich stürzten. In Zollchow am Unteruckersee war die Berlin-Usedom-Box leider geschlossen und wie es aussah nicht nur heute. Was ist passiert? Lohnte sich das Geschäft nicht mehr? Viele Radfahrer waren ja wirklich nicht unterwegs. So fuhren wir weiter bis Röpersdorf und übernachteten dort im Hotel.

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Blick auf den Oberuckersee

13.06.2013:
Nach Prenzlau zur Landesgartenschau. Beruflich habe ich mit einer der Firmen die hier tätig waren zu tun. So war ich natürlich neugierig. „ Der Seepark hat viele Facetten. Er ist Spiel mit kreativen gärtnerischen Mitteln, er ist Leistungsschau des gärtnerischen Gewerbes…“ (Besuchermagazin der Landesgartenschau). Mein Highlight: Vor allem der „Rosenrausch“, bei dem die einzelnen Pflanzungen in geschwungenen Behältern die Blätter einer sich entblätternden Rose nachempfinden. Die Kieswege dazwischen bringen ein bisschen „Zen“ dazu. Im Moment waren die Frühjahrsblüher durch und viele Rabatten wurden gerade neu bepflanzt. Kein leichter Job, immer gebückt. Der Tag verging schnell, wir übernachteten in Prenzlau.

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Landesgartenschau Prenzlau

14.06.2013:
Es ging nach Osten über leere Straßen. Sich langweilende Polizisten stoppten entlang unseres Weges immer wieder Autos. Später kam noch der Zoll dazu. Bei Garz erreichten wir die Oder und folgten ihr nach Süden, leider gegen einen starken Wind. Während andere Regionen unter dem Hochwasser leiden ist hier alles normal. Durch das wunderschöne Untere Odertal, an Schwedt vorbei, fuhren uns unsere Räder bis nach Criewen. Hier wurde übernachtet. Auf einem Spaziergang durch den Lennè-Park begrüßten uns süße Schwarzkopfschafe mit Gesang und Ballet. Der Froschchor im Teich stimmte gleich mit ein.

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links: Marienkirche und Mitteltor, Prenzlau / rechts: Oderauen Nationalpark Unteres Odertal


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Kirche im Lennè-Park, Criewen
15.06.2013:
Vor Abfahrt noch Besuch des Nationalparkhauses mit einer sehr gut gemachten Ausstellung über Geologie, Flora und Fauna des Unteren Odertals. Über Stolzenhagen nach Bad Freienwalde, aus dem Oderbruch raus, heran an den Barnim. Den Anstieg wollten wir aber vermeiden. In Wriezen setzten wir uns in die Bahn nach Hause. Ein paar schöne und aktive Tage mit vielen Eindrücken liegen hinter uns.