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Sie befinden sich in meinem Logbook (meinem Blog). Hier gibt es Informationen zu aktuellen Bildern, Ausstellungen und was ich so mache.

Samstag, 22. Juni 2013

Berlin, Sonnenuntergang auf der Modersohnbrücke

Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne reflektierend schlängeln sich die Gleisanlagen aus der Berliner Mitte nach Osten. Ihnen folgen ICE und S-Bahn. Die hippen Friedrichshainer und Touris genießen den Blick bei Picknick, Bier und Club Mate.


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Sven Swora Aquarelle ++ Sonnenuntergang auf der Modersohnbrücke

Nur morgen früh müssen alle Radfahrer wieder um ihre Reifen fürchten.

Berlin, James-Simon-Galerie / Der Taucher

Wieder eines der großen „Superbauvorhaben“ unserer Hauptstadt, die zukünftige James-Simon-Galerie. Der Architekt Chipperfield hat  hier an der Ecke am Kupfergraben schon ein Galerie-Neubau errichtet und den Umbau des nach dem Krieg zerstörten Neuen Museums von Stüler entworfen. Mir gefällt seine Architektur und so bin ich gespannt auf den entstehenden Bau. 

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Sven Swora Aquarelle ++ Baustelle James-Simon-Galerie Museumsinsel
Die Baustelle mit dem komplizierten Unterwasser-Grundbau ist allemal interessant. Mehrere Male stand ich hier schon mit Skizzenbuch und größerem Papier vor Ort . Die Arbeiter der beteiligten Firma Kemmer waren jedes Mal sehr aufgeschlossen und erklärten mir in Ihren Pausen den aktuellen Baufortschritt.

Aber auch Skurriles war zu beobachten: Einmal stand hier ein älterer Herr in schwarzem Latexanzug, Gummistiefeln und Taucherbrille, Schnorchel in einem Beutel und beobachtete seine „Taucherkollegen“ auf der Baustelle. Hoffentlich tat er das nicht letzte Woche bei diesen Temperaturen.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Berlin, Aquarellieren im Scheunenviertel

Am 19.06. (Mittwoch) war ich mit Omar von den Urban Sketchers zum Aquarellieren verabredet. Es sollte mit 35°C ein sehr heißer Tag werden, so dass es bei der Standortwahl vor allem auf Schatten ankam. Im Scheunenviertel um August-, Grosse Hamburger- und Sophienstraße herum findet man viele lauschige Ecken.

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Sven Swora Aquarelle ++ Auguststrasse Ecke Tucholskystrasse
Für mein erstes Bild saß ich Auguststrasse Ecke Tucholskystrasse direkt vor dem „Wunderkind“ – Modeladen. Nach meiner Anfangseuphorie für das Motiv wurde mir bald klar: die Sache wird nicht ganz einfach. Ich war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Zwei grundsätzliche Fehler: Die Markisen über mir fuhren während des Malens herunter. 



Trotzdem versuchte ich immer noch die Traufe des Gebäudes auf der anderen Straßenseite mit ins Bild zu bekommen und den Himmel zu malen obwohl gerade die Markise einen wunderbaren Rahmen bildete. Später bemerkte ich meinen Fehler. Der zweite wesentlichere Fehler war die zu mittige Anordnung des Straßenschildes.  Da halfen auch keine Ablenkungsmanöver mit in den Vordergrund gestellten Menschen. Am Ende entschloss ich mich zum letzten Ausweg. Ich zerschnitt das Blatt. (Eigentlich eine Bankrotterklärung des „Künstlers“ ist doch die Motivwahl der eigentlich kreativste Teil des Malens.) Aber! Plötzlich gefiel mir meine Arbeit wieder, sogar der „Abfall“ mit der aus dem Bild entsprungenen Frau ist irgendwie witzig

Fazit: nie verzweifeln aber vorher auch etwas mehr konzentrieren und nicht einfach gleich losmalen.   

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Sven Swora Aquarelle ++ Sophieneck

Das zweite Bild entstand nach einer Pause und 1 ½ Litern Wasser (also, getrunken, nicht umgekehrt) vor dem Sophieneck.

Dienstag, 11. Juni 2013

Radtour / Kleine Uckermarkschleife

Aus meinem Reisetagebuch

11.06.2013:
Von Bernau nach Norden, auf dem Berlin-Usedom-Radweg. Schon 100mal gefahren aber immer wieder schön, wie sich der Radweg zwischen Ladeburg und Biesenthal durch die Wälder und Senken des Lobetal schlängelt. In Eichenhorst dann Fischbrötchen, weil eine Pause gerade willkommen war. An der Fischerei Werbellinsee in Elsenau oben am See wäre es besser gewesen. Dann weiter, der hügelige Verlauf des Radweges  verschaffte uns ein kleines Bergtraining, dann war bald Joachimsthal erreicht. Nach zwei schnellen Skizzen der schönen Schinkelkirche von 1817, bei Milchkaffee und Kuchen, suchten wir uns Quartier.

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Schinkelkirche Joachimsthal

12.06.2013:
Gestärkt durch ein gutes Frühstück ging es auf die heutige Etappe. Linksseitig am Grimnitzsee entlang, über Parlow, Wolletz, Görsdorf und Steinhöfel führt der Radweg durch bewaldete Senken, entlang an kleinen Seen und Fischteichen, überwindet immer wieder einmal einen kleinen Hügel, bis man die Schorfheide hinter sich lässt. Nun ändert sich die Landschaft, der Wald öffnet sich und gibt den Blick frei auf ausgedehntes hügeliges Ackerland. Mohn- und Kornblumen leuchten rot und blau in der Sonne. Bei Suckow war der Oberuckersee erreicht. Nach einem Anstieg lag uns eine wunderschöne Aussicht zu Füssen, die ich in einem kleinen Aquarell festhielt, während sich kleine fiese Fliegen beißend auf mich stürzten. In Zollchow am Unteruckersee war die Berlin-Usedom-Box leider geschlossen und wie es aussah nicht nur heute. Was ist passiert? Lohnte sich das Geschäft nicht mehr? Viele Radfahrer waren ja wirklich nicht unterwegs. So fuhren wir weiter bis Röpersdorf und übernachteten dort im Hotel.

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Blick auf den Oberuckersee

13.06.2013:
Nach Prenzlau zur Landesgartenschau. Beruflich habe ich mit einer der Firmen die hier tätig waren zu tun. So war ich natürlich neugierig. „ Der Seepark hat viele Facetten. Er ist Spiel mit kreativen gärtnerischen Mitteln, er ist Leistungsschau des gärtnerischen Gewerbes…“ (Besuchermagazin der Landesgartenschau). Mein Highlight: Vor allem der „Rosenrausch“, bei dem die einzelnen Pflanzungen in geschwungenen Behältern die Blätter einer sich entblätternden Rose nachempfinden. Die Kieswege dazwischen bringen ein bisschen „Zen“ dazu. Im Moment waren die Frühjahrsblüher durch und viele Rabatten wurden gerade neu bepflanzt. Kein leichter Job, immer gebückt. Der Tag verging schnell, wir übernachteten in Prenzlau.

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Landesgartenschau Prenzlau

14.06.2013:
Es ging nach Osten über leere Straßen. Sich langweilende Polizisten stoppten entlang unseres Weges immer wieder Autos. Später kam noch der Zoll dazu. Bei Garz erreichten wir die Oder und folgten ihr nach Süden, leider gegen einen starken Wind. Während andere Regionen unter dem Hochwasser leiden ist hier alles normal. Durch das wunderschöne Untere Odertal, an Schwedt vorbei, fuhren uns unsere Räder bis nach Criewen. Hier wurde übernachtet. Auf einem Spaziergang durch den Lennè-Park begrüßten uns süße Schwarzkopfschafe mit Gesang und Ballet. Der Froschchor im Teich stimmte gleich mit ein.

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links: Marienkirche und Mitteltor, Prenzlau / rechts: Oderauen Nationalpark Unteres Odertal


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Kirche im Lennè-Park, Criewen
15.06.2013:
Vor Abfahrt noch Besuch des Nationalparkhauses mit einer sehr gut gemachten Ausstellung über Geologie, Flora und Fauna des Unteren Odertals. Über Stolzenhagen nach Bad Freienwalde, aus dem Oderbruch raus, heran an den Barnim. Den Anstieg wollten wir aber vermeiden. In Wriezen setzten wir uns in die Bahn nach Hause. Ein paar schöne und aktive Tage mit vielen Eindrücken liegen hinter uns.  


Samstag, 1. Juni 2013

Berliner Dom

Das Thema beider Bilder ist die zeitliche Begrenztheit des Motivs. Das oberste entstand im April als die Bäume erste zarte Blätter und Blühten entwickelten. Heute schon wäre  der Dom verdeckt.

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 Sven Swora Aquarelle ++ Berliner Dom mit Kränen
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Sven Swora Aquarelle ++ Berliner Dom und Altes Museum am Lustgarten
Beim unteren Bild ist die Zeitperiode, die das Motiv freigibt und wieder verschwinden läst, eine längere. Durch den Abriss des Palastes der Republik wurde der Blick freigegeben, durch den Wiederaufbau des Stadtschlosses / Humboldtforum wird er wieder geschlossen werden. Das kann in Berlin aber bekanntlich eine Weile dauern, wo man mit so vielen Baumaßnahmen an der Grenze des Größenwahns  herumschrammt. Schon der Bau des Doms um 1900 war so etwas. Die im Krieg zerstörten Kuppeln wurden in der DDR glücklicherweise, abweichend vom ursprünglichen Zustand, in harmonischeren Proportionen, an den Petersdom in Rom erinnernd, errichtet. Heute ist er eines der Wahrzeichen der Stadt.