svensworaaquarelle-logbook_home

Sie befinden sich in meinem Logbook (meinem Blog). Hier gibt es Informationen zu aktuellen Bildern, Ausstellungen und was ich so mache.

Montag, 30. Dezember 2013

Neujahrsgrüße aus Berlin

Einen guten Rutsch, Gesundheit, Kreativität und Schaffenskraft für 2014.
Bis Bald!
Sven Swora

Sven Swora Aquarelle ++ Nr.:165 ++ Titel: Silvesterfeuerwerk ++ Datum: 30.12.2013 ++ 
Format: 44 x 28.5 cm ++ Papier: Lana / grain fin 300g

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Jahresrückblick 2013 / Zwei besondere Berliner Bilder

Rückblickend möchte ich hier zwei Berlin-Bilder vorstellen, die mir dieses Jahr viel Freude bereitet haben.

Beide entstanden vor Ort oder Plein air wie man so schön sagt, was natürlich den eigentlichen Reiz ausmacht. Hier beim ersten Bild, war es mal wieder der Moment der Baustelle mit dem Ballett der roten Kräne des neu entstehenden Wertheim Kaufhauses, der eingefangen werden musste. Im fertigen Zustand wird mich das Kaufhaus wahrscheinlich nicht so interessieren und erst recht nicht von innen. Rechts außerhalb des Bildes befindet sich das Bundes-Familien-Ministerium. Hauptsächlich Mitarbeiterinnen hielten gerade Mittagspause. Streitthema waren gerade die Lümmelleien von Rainer Brüderle. So schnell kann's gehen.

Aus malerischer Sicht war das Besondere bei diesem Bild, dass es genau über die Mittagszeit in der prallen Sonne entstand und ich weder Sonnenbrille noch Mütze dabei hatte. Es gab dann Momente wo ich völlig geblendet nur noch schlecht die Farbe wahrgenommen habe. Ein großer Teil war Mut und Intuition.

Sven Swora Aquarelle ++ Nr.:163 ++ Titel: Zietenplatz/Mohrenstrasse ++ Datum: 16.07.2013 ++ Format: 46 x 61 cm ++ Papier: Lana / grain fin 300g


Hier beim zweiten Bild war die Atmosphäre sehr speziell. Ich war gemeinsam mit Omar von den Urban Sketchers unterwegs. Das Kreuzberger Kiez ist immer besonders lebendig. Ich saß draußen auf den Bänken vor einer türkischen Bäckerei. Neben an war ein Handy-Shop. So kamen von hinten immer Bemerkungen wie: "malst du auch mein Auto mit ins Bild" und so. Es war eine kleine lustige verbale Spielerei. Am Ende wurde uns beiden aber für unsere Werke doch ein bisschen Respekt gezollt.
Der typische Berliner Straßenbaum, die Linde stand gerade  in Blühte, was mich dazu bewegte ein paar Blühten mit ins Bild zu kleben. 
Dieses Bild wird übrigens aktuell ausgestellt in der grafikstudiogalerie in Berlin Friedrichshain.

Sven Swora Aquarelle ++ Nr.:155 ++ Titel: U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof ++ Datum: 21.05.2013 ++ Format: 38 x 56 cm ++ Papier: Cornwall Hahnemühle 450g 

Mittwoch, 20. November 2013

Ein Motiv, zwei Berlinbilder, zwei Ausstellungen

In nächster Zeit starten für mich zwei Ausstellungsbeteiligungen auf die ich mich schon sehr freue. Neben anderen Arbeiten, stelle ich in beiden Ausstellungen ein Aquarell mit den an der Fassadengalerie der Auguststr. 10 herumturnenden  Tempelaffen aus (Ein Projekt eines indischen Künstlers im Sommer diesen Jahres). Ein sehr ungewöhnliches Motiv, was mir viel Spaß machte. Das erste Bild entstand im kleineren Skizzenbuchformat. Es ist Bestandteil der Ausstellung in der AID / Die Schule für Neue Illustration  

Featured Artists
Berlin Urban Sketchers –
Miniaturen des Alltags

Eröffnung:
Samstag, 30. November 2013
Ausstellungsdauer:
2. Dezember 2013 – 10. Januar 2014
Ausstellungsort:
AID Berlin
Ritterstraße 12–14, Aufgang 2
10969 Berlin


162_sven_swora_auguststrasse_10_130713
Sven Swora Aquarelle ++ Nr.:162 ++ Titel: Auguststrasse 10 ++ Datum: 13.07.2013 ++ Format: 50 x 70 cm ++ Papier: Cornwall Hahnemühle 450g 
Die Gewissheit der Vergänglichkeit dieses wundervollen Motivs ließ mich binnen Kurzem einen zweiten Versuch, diesmal in großem Format, starten. Beim Beobachten der Passanten in der Berliner Mitte, vor diesem Hintergrund, drängten sich unweigerlich viele Interpretationsmöglichkeiten für dieses Kunstwerk auf. Ich habe meine mit in dieses zweite Bild gesetzt, in dem ich etwas dazu erfunden habe (vgl. oberes Bild).
Gezeigt wird es in der Dezember-Austellung der Grafik Studio Galerie von Ingolf und Lars Neumann.
Momentan findet dort noch die Ausstellung: Ingolf Neumann Rückblick statt, die ich hier empfehlen möchte.
Die Buchcover-Illustrationen, zur in der DDR erschienen Robert Merle Reihe im Aufbau-Verlag, haben meine Jugend begleitet. Außerdem ist zu sehen mit welchem Geschick der Illustrator und Gebrauchsgraphiker in der Zeit vor Photoshop und Co seine Arbeiten gestaltete.


Ort:
Rigaer Str. 62, 10247 Berlin
Eröffnung:
04.12.2013 um 17.00Uhr

Dienstag, 5. November 2013

Zweiter Blick von der Berliner Humboldtbox

Nach der 1. kleinen Aquarellskizze zog es mich vorige Woche noch einmal auf die Humboldtbox um ein großes Aquarell zu beginnen. Langsam trocknende Farben und Abenddämmerung zwangen mich nach 1.5 Stunden zum Aufhören. 

Hier das momentane Zwischenergebnis:
165_sven_swora_Ganz-Berlin-ist-eine-Baustelle

Montag, 28. Oktober 2013

Blick von der Berliner Humboldt-Box

"Ganz Berlin ist eine Baustelle"
Berlin von Oben und dann noch bei all den Baustellen,  eine Herausforderung.
Letzten Mittwoch auf der Humboldt-Box

Samstag, 26. Oktober 2013

Frühling im Herbst

Ich versuche das Wetter der letzten Tage noch intensiv zum Outdoor-Malen zu nutzen. Die Bäume stehen gerade in ihren schönsten Farben.
2013_31_sven_swora
Ausblick auf den Platz der Vereinten Nationen früherer Leninplatz (zu DDR-Zeiten)




Später am Tag gab es noch einen Kaffee in der Bäckerei 2000 auf  Stralau.
2013_32_sven_swora

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Westsidegallery

Die "Westsidegallery" ist eine Fotoausstellung auf der Rückseite der Eastsidegallery. Ihr Thema ist die künstlerische Auseinandersetzung mit Mauern in der Welt. Wie ich finde ein Thema das die Eastsidegallery in ihrer Bedeutung noch zusätzlich auflädt. Die Künstlerinitiative Eastsidegallery sieht das erstaunlicherweise nicht so. Zu dem hinter der Mauer aufragendem Gebäude mag sich jeder seine Meinung bilden. Jedenfalls wäre ohne es, dies nicht mein Motiv geworden.

2013_29_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ "Westsidegallery / Rückseite der Eastsidegallery"

Montag, 7. Oktober 2013

Madeira


Eine Erinnerung an eine wunderschöne Insel.
Das was man sieht muß man fühlen.
  memory of a lovely island. 
what you see you have to feel.

+ feeling wie "Im Rausch der Tiefe" / "The Big Blue" (Film von Luc Besson, 1988)


Sven Swora Aquarelle ++ Jardim do Mar, Madeira 08/2013

+ 10 km von der Küste entfernt schon auf 1000 m und höher
2013_26_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Boca da Encumeade, Madeira 08/2013












+ alter Walfängerort
+  in ein natürliches Becken von Lavefelsen genial eingefügtes Schwimmbad
2013_24_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Porto Moniz, Madeira 08/2013












+ vor vielen Jahren hatte ich das Glück die Galapagosinseln zu besuchen,
dort gab es ähnliche Lava-Basins, die jungen Seelöwen nutzten sie für erste Schimmübungen
55_sven_swora_galapagos_bartolome_-010902

Freitag, 27. September 2013

Altes Glaswerk Stralau

Freunde von mir haben ihr Büro auf Stralau, wir treffen uns öfter zum gemeinsamen Mittagessen in der Bäckerei 2000. 

Über die Jahre hat sich die Halbinsel Stralau enorm verändert. Von Geschosswohnungsbauten nach städteplanerischer Idee des niederländischen Architekten Herman Herzberger in den 1990ern und Luxushäusern mit angeschlossenem Bootsanlegern an der Stralauer Spitze und auf der Südseite zur Spree, über die mittlerweile typischen Touwn-Häuser wälzt sich die Bautätigkeit nun auf die letzten verbliebenen Flächen Eingangs der Halbinsel zu. Da der Run auf Immobilien in der Innenstadt ja im Moment ungebremst scheint wird wohl auch hier alles zugebaut werden, und das obwohl das gesamte Gebiet kein eigentliches öffentliches Zentrum besitzt. Es bleibt zu befürchten, dass die alten Gebäude des Glaswerkes (auch wenn sie wohl unter Denkmalschutz stehen) dieses nicht überstehen könnten.

Wer sich zu diesem Thema interessiert vielleicht mal hier schauen: 

Aber nun zu meinen Aquarellen:
Trotz der vorgenannten Gedanken möchte ich mit meinen Bildern aber eine neue Geschichte erzählen.  Das Abgebildete soll zu etwas eigenständigem werden.  Ich hoffe auch Ihr / Sie als Betrachter könnt das nachvollziehen? Dieses nun in Worte zu fassen ist wiederum schwer. Der Titel: "Alles wird Graffiti" drückt es am besten aus, was ich beim betrachten der Bilder empfinde. Beim malen des ersten abgebildeten Aquarells gab es eine Phase im Malprozess bei der alles verloren schien. Aber auf einmal fingen die Graffiti auf den abgewitterten Wänden der alten Industrieruinen zu fliegen an.

2013_28_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ "Alles wird zu Graffiti", Gebäude des früheren Glaswerkes auf  Stralau 01.07.2013
2013_01_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Werkstattgebäude des früheren Glaswerkes auf  Stralau 05.04.2013
Sven Swora Aquarelle ++ Nr.: 80 ++Titel: Altes Glaswerk Stralau ++ Datum: 02.09.2005 ++ Format: 70 x 50 cm ++ Papier: Fabriano 5 / satinata 300g



In den beiden unteren Aquarellen, scheinen die alten Gemäuer zusammen mit ihren Graffiti schon Wurzeln in die sie umgebende, verkrautete, wuchernde Freifläche geschlagen zu haben. Vielleicht so als wollten sie sagen: ihr bekommt uns hier nicht weg.


Donnerstag, 12. September 2013

Urban Sketchers - Berlin im Focus

Im Rahmen des Netzwerkes der Urban Sketcher Berlin werden vom 18.09. bis 28.10.2013 zwölf meiner Berlin - Aquarelle gezeigt. Das Thema dieser Aquarelle ist die fortwährende enorme Umgestaltung der Berliner City. Jedes Bild ist ein Gedankenstrich an das, was sich seit den 1990ern schon verändert hat und was sich noch verändern wird.






Vier meiner ausgestellten Berlin - Bilder:
Sven Swora Aquarelle ++ Titel: Berlin, Dom und Altes Museum ++ Datum: 26.04.2013 ++ Format: 46 x 61 cm ++ Nr.:150
Sven Swora Aquarelle ++ Titel:Berlin, Hauptbahnhof ++ Datum: 08.08.2006 ++ Format: 45 x 61 cm ++ Nr.:89
Sven Swora Aquarelle ++ Titel: Berlin, Museumsinsel ++ Datum: 29.04.2012 ++ Format: 38 x 56 cm ++ Nr.:134
Sven Swora Aquarelle ++ Titel: Berlin, Baustelle Humboldtforum ++ Datum: 18.04.2013 ++ Format: 35 x 56 cm  Nr.:149




Donnerstag, 5. September 2013

Berliner Baustellen

Ich hatte ja schon im Mai verkündet, daß ich mich dieses Jahr häufig den Berliner Baustellen widmen werde.
Das entstehende Humboldtforum am Berliner Schlossplatz hatte ich seit dem mehrmals im Visier. Ich bin gespannt wie weit sie bis heute gekommen sind.


Sven Swora Aquarelle ++ Baustelle Humboldtforum


Ein weiteres interessantes Motiv waren die Grundbauarbeiten der James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel, ich berichtete am 22.06.2013 schon darüber. Neben der kleinen Skizze entstanden auch zwei größere Aquarelle vor Ort. Diese werden ab dem 17.09.2013, im Rahmen einer Ausstellung mit den Urban-Sketchern-Berlin, in der Rathausgalerie Reinickendorf gezeigt.


Sven Swora Aquarelle ++ Baustelle James-Simon-Galerie ++ Bild-Nr.: 153


Sven Swora Aquarelle ++ Baustelle James-Simon-Galerie ++ Bild-Nr.: 151



Mittwoch, 31. Juli 2013

Berlin Osthafen

In letzter Zeit habe ich oft an der Spree am Osthafen gemalt. Das liegt wohl daran, dass man besonders im Sommer bei diesen Temperaturen frische Luft und Wasser sucht.
2013_10_sven_swora
Osthafen heute mit Speicher und neuem Hotel
Der Blick entlang der Spree ins Stadtzentrum mit Oberbaumbrücke und Moleculeman gehört zu meinen Lieblingsmotiven. Leider sind die Silhouetten der historischen Bauten von Mitte immer mehr verstellt. Seit neustem ist ein hässliches Gebäude mit einem Stern auf dem Dach dazu gekommen.
Das letzte Bild entstand schon vor 10 Jahren nach zwei Bierchen. Das macht aber manchmal locker. Ich weiß noch: Freunde hatten zu der Zeit ein Büro von der Behala am Osthafen angemietet für einen lächerlichen Preis von ich glaube 7 DM/m².

2013_19_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Die Spree am Osthafen, Treptower Seite
Osthafen21092003
Sven Swora Aquarelle ++ Spree am Osthafen (2003), Friedrichshainer Seite
 

Donnerstag, 18. Juli 2013

Berlin, Sketch-Treffen am Historischen Hafen

Grüsse an alle, die beim Sketch-Treffen, am letzten Donnerstag, am Historischen Hafen in Berlin-Mitte dabei waren und Dank an Katrin, die das immer so gut organisiert.

2013_17_sven_swora
Historischer Hafen Berlin-Mitte
So Türkis ist das Wasser der Spree natürlich nicht, ich wollte einfach ein wenig Urlaubsfeeling hinein bringen. Wie gerne wäre ich an diesem Tag in einen smaragdgrünen Bergsee gesprungen. Oder das wäre der Hafen von Key West und ich bestieg eines der Ausflugsboote. 

Samstag, 22. Juni 2013

Berlin, Sonnenuntergang auf der Modersohnbrücke

Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne reflektierend schlängeln sich die Gleisanlagen aus der Berliner Mitte nach Osten. Ihnen folgen ICE und S-Bahn. Die hippen Friedrichshainer und Touris genießen den Blick bei Picknick, Bier und Club Mate.


2013_16_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Sonnenuntergang auf der Modersohnbrücke

Nur morgen früh müssen alle Radfahrer wieder um ihre Reifen fürchten.

Berlin, James-Simon-Galerie / Der Taucher

Wieder eines der großen „Superbauvorhaben“ unserer Hauptstadt, die zukünftige James-Simon-Galerie. Der Architekt Chipperfield hat  hier an der Ecke am Kupfergraben schon ein Galerie-Neubau errichtet und den Umbau des nach dem Krieg zerstörten Neuen Museums von Stüler entworfen. Mir gefällt seine Architektur und so bin ich gespannt auf den entstehenden Bau. 

2013_05_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Baustelle James-Simon-Galerie Museumsinsel
Die Baustelle mit dem komplizierten Unterwasser-Grundbau ist allemal interessant. Mehrere Male stand ich hier schon mit Skizzenbuch und größerem Papier vor Ort . Die Arbeiter der beteiligten Firma Kemmer waren jedes Mal sehr aufgeschlossen und erklärten mir in Ihren Pausen den aktuellen Baufortschritt.

Aber auch Skurriles war zu beobachten: Einmal stand hier ein älterer Herr in schwarzem Latexanzug, Gummistiefeln und Taucherbrille, Schnorchel in einem Beutel und beobachtete seine „Taucherkollegen“ auf der Baustelle. Hoffentlich tat er das nicht letzte Woche bei diesen Temperaturen.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Berlin, Aquarellieren im Scheunenviertel

Am 19.06. (Mittwoch) war ich mit Omar von den Urban Sketchers zum Aquarellieren verabredet. Es sollte mit 35°C ein sehr heißer Tag werden, so dass es bei der Standortwahl vor allem auf Schatten ankam. Im Scheunenviertel um August-, Grosse Hamburger- und Sophienstraße herum findet man viele lauschige Ecken.

157_sven_swora_auguststr_tucholskystr_190613
Sven Swora Aquarelle ++ Auguststrasse Ecke Tucholskystrasse
Für mein erstes Bild saß ich Auguststrasse Ecke Tucholskystrasse direkt vor dem „Wunderkind“ – Modeladen. Nach meiner Anfangseuphorie für das Motiv wurde mir bald klar: die Sache wird nicht ganz einfach. Ich war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Zwei grundsätzliche Fehler: Die Markisen über mir fuhren während des Malens herunter. 



Trotzdem versuchte ich immer noch die Traufe des Gebäudes auf der anderen Straßenseite mit ins Bild zu bekommen und den Himmel zu malen obwohl gerade die Markise einen wunderbaren Rahmen bildete. Später bemerkte ich meinen Fehler. Der zweite wesentlichere Fehler war die zu mittige Anordnung des Straßenschildes.  Da halfen auch keine Ablenkungsmanöver mit in den Vordergrund gestellten Menschen. Am Ende entschloss ich mich zum letzten Ausweg. Ich zerschnitt das Blatt. (Eigentlich eine Bankrotterklärung des „Künstlers“ ist doch die Motivwahl der eigentlich kreativste Teil des Malens.) Aber! Plötzlich gefiel mir meine Arbeit wieder, sogar der „Abfall“ mit der aus dem Bild entsprungenen Frau ist irgendwie witzig

Fazit: nie verzweifeln aber vorher auch etwas mehr konzentrieren und nicht einfach gleich losmalen.   

158_sven_swora_Sophieneck_190613
Sven Swora Aquarelle ++ Sophieneck

Das zweite Bild entstand nach einer Pause und 1 ½ Litern Wasser (also, getrunken, nicht umgekehrt) vor dem Sophieneck.

Dienstag, 11. Juni 2013

Radtour / Kleine Uckermarkschleife

Aus meinem Reisetagebuch

11.06.2013:
Von Bernau nach Norden, auf dem Berlin-Usedom-Radweg. Schon 100mal gefahren aber immer wieder schön, wie sich der Radweg zwischen Ladeburg und Biesenthal durch die Wälder und Senken des Lobetal schlängelt. In Eichenhorst dann Fischbrötchen, weil eine Pause gerade willkommen war. An der Fischerei Werbellinsee in Elsenau oben am See wäre es besser gewesen. Dann weiter, der hügelige Verlauf des Radweges  verschaffte uns ein kleines Bergtraining, dann war bald Joachimsthal erreicht. Nach zwei schnellen Skizzen der schönen Schinkelkirche von 1817, bei Milchkaffee und Kuchen, suchten wir uns Quartier.

2013_11_sven_swora
Schinkelkirche Joachimsthal

12.06.2013:
Gestärkt durch ein gutes Frühstück ging es auf die heutige Etappe. Linksseitig am Grimnitzsee entlang, über Parlow, Wolletz, Görsdorf und Steinhöfel führt der Radweg durch bewaldete Senken, entlang an kleinen Seen und Fischteichen, überwindet immer wieder einmal einen kleinen Hügel, bis man die Schorfheide hinter sich lässt. Nun ändert sich die Landschaft, der Wald öffnet sich und gibt den Blick frei auf ausgedehntes hügeliges Ackerland. Mohn- und Kornblumen leuchten rot und blau in der Sonne. Bei Suckow war der Oberuckersee erreicht. Nach einem Anstieg lag uns eine wunderschöne Aussicht zu Füssen, die ich in einem kleinen Aquarell festhielt, während sich kleine fiese Fliegen beißend auf mich stürzten. In Zollchow am Unteruckersee war die Berlin-Usedom-Box leider geschlossen und wie es aussah nicht nur heute. Was ist passiert? Lohnte sich das Geschäft nicht mehr? Viele Radfahrer waren ja wirklich nicht unterwegs. So fuhren wir weiter bis Röpersdorf und übernachteten dort im Hotel.

2013_12_sven_swora
Blick auf den Oberuckersee

13.06.2013:
Nach Prenzlau zur Landesgartenschau. Beruflich habe ich mit einer der Firmen die hier tätig waren zu tun. So war ich natürlich neugierig. „ Der Seepark hat viele Facetten. Er ist Spiel mit kreativen gärtnerischen Mitteln, er ist Leistungsschau des gärtnerischen Gewerbes…“ (Besuchermagazin der Landesgartenschau). Mein Highlight: Vor allem der „Rosenrausch“, bei dem die einzelnen Pflanzungen in geschwungenen Behältern die Blätter einer sich entblätternden Rose nachempfinden. Die Kieswege dazwischen bringen ein bisschen „Zen“ dazu. Im Moment waren die Frühjahrsblüher durch und viele Rabatten wurden gerade neu bepflanzt. Kein leichter Job, immer gebückt. Der Tag verging schnell, wir übernachteten in Prenzlau.

2013_14_sven_swora
Landesgartenschau Prenzlau

14.06.2013:
Es ging nach Osten über leere Straßen. Sich langweilende Polizisten stoppten entlang unseres Weges immer wieder Autos. Später kam noch der Zoll dazu. Bei Garz erreichten wir die Oder und folgten ihr nach Süden, leider gegen einen starken Wind. Während andere Regionen unter dem Hochwasser leiden ist hier alles normal. Durch das wunderschöne Untere Odertal, an Schwedt vorbei, fuhren uns unsere Räder bis nach Criewen. Hier wurde übernachtet. Auf einem Spaziergang durch den Lennè-Park begrüßten uns süße Schwarzkopfschafe mit Gesang und Ballet. Der Froschchor im Teich stimmte gleich mit ein.

2013_13_sven_swora
links: Marienkirche und Mitteltor, Prenzlau / rechts: Oderauen Nationalpark Unteres Odertal


2013_15_sven_swora
Kirche im Lennè-Park, Criewen
15.06.2013:
Vor Abfahrt noch Besuch des Nationalparkhauses mit einer sehr gut gemachten Ausstellung über Geologie, Flora und Fauna des Unteren Odertals. Über Stolzenhagen nach Bad Freienwalde, aus dem Oderbruch raus, heran an den Barnim. Den Anstieg wollten wir aber vermeiden. In Wriezen setzten wir uns in die Bahn nach Hause. Ein paar schöne und aktive Tage mit vielen Eindrücken liegen hinter uns.  


Samstag, 1. Juni 2013

Berliner Dom

Das Thema beider Bilder ist die zeitliche Begrenztheit des Motivs. Das oberste entstand im April als die Bäume erste zarte Blätter und Blühten entwickelten. Heute schon wäre  der Dom verdeckt.

2013_03_sven_swora
 Sven Swora Aquarelle ++ Berliner Dom mit Kränen
2013_04_sven_swora
Sven Swora Aquarelle ++ Berliner Dom und Altes Museum am Lustgarten
Beim unteren Bild ist die Zeitperiode, die das Motiv freigibt und wieder verschwinden läst, eine längere. Durch den Abriss des Palastes der Republik wurde der Blick freigegeben, durch den Wiederaufbau des Stadtschlosses / Humboldtforum wird er wieder geschlossen werden. Das kann in Berlin aber bekanntlich eine Weile dauern, wo man mit so vielen Baumaßnahmen an der Grenze des Größenwahns  herumschrammt. Schon der Bau des Doms um 1900 war so etwas. Die im Krieg zerstörten Kuppeln wurden in der DDR glücklicherweise, abweichend vom ursprünglichen Zustand, in harmonischeren Proportionen, an den Petersdom in Rom erinnernd, errichtet. Heute ist er eines der Wahrzeichen der Stadt.

Sonntag, 19. Mai 2013

Berlin, Eis essen im Kaskelkiez

svenswora_usk_berlin_131905
Schokoladeneismanufaktur Kaskelstraße 10
Eigentlich wollte ich nie wieder Eisdielen empfehlen damit sich die ohnehin schon vorhandenen Schlangen nicht noch verlängern. Aber ich habe es versprochen und das Eis ist wirklich Spitze, besonders das Pinien-Eis. 
Aber bei dem, dem Eis nachfolgenden Espresso fühlst du dich wirklich fast wie in Italien, in Meran oder Bozen zum Beispiel. Das Kaskelkiez liegt schon im Berliner Bezirk Lichtenberg. Durch die umgebenden Bahntrassen besitzt es eine Art Insellage die ihm wirklich etwas Ruhe verleiht besonders im Vergleich zum stark touristengefluteten Friedrichshain um Boxhagener Platz und Simon-Dach-Straße. Die "Eispiraten" dort machen aber auch ein hervorragendes Eis.